Michico Friedrich
 

Hatha-Yoga

Im Hatha-Yoga verstehen wir unter „Körper“ auch feinstoffliche Ebenen. Dazu gehören:

Nadis (ca. 72.000), das sind feinstoffliche Kanälchen, ähnlich dem Nervensystem im physischen Körper, die den Astralkörper durchziehen.

Durch die Nadis fließt das Prana.

Asanas und Pranayama reinigen die Nadis. Sind diese blockiert, kann Prana nicht ungehindert fließen.

Die drei wichtigsten Energiekanäle sind:

Ida (links der Wirbelsäule – entspricht dem Mond, also der weiblichen Energie)

Pingala (rechts der Wirbelsäule – entspricht der Sonne, also der männlichen Energie)

Susumna (Das Zentrum der Wirbelsäule) Sushumna beginnt erst zu fließen, wenn die beiden Nadis gereinigt und im Gleichgewicht sind.

Ida und Pingala sind Ausdruck der beiden polaren Gegensätze der Lebenskraft, wie sie sich in uns bewegen. Diese Kraftströme wirken wechselweise und der jeweils dominierende Strom kann dadurch bestimmt werden, dass man den Atemfluss in den Nasenlöchern beobachtet. Wenn der Fluss gleichmäßig ist, regiert Sushumna. Wenn der Fluss im rechten Nasenloch dominiert, dann ist das ein Zeichen, dass die Vitalenergie in Aktivität ist. Das heißt, man ist bereit für körperliche Aktivität, im äußeren wie auch im inneren (in den inneren Organen). Wenn der Atemfluss im linken Nasenloch dominiert, ist man bereit für Gedankenarbeit wie Nachdenken, Lesen, Konzentration etc. Der Fluss der Nadis verändert sich ungefähr jede Stunde. In etwa entsprechen die Nadis dem Sympathikus und dem Parasympathikus.

Hiervon leitet sich auch der Begriff „Ha-tha-Yoga“ ab: Ha für Sonne (männlich), Tha für Mond (weiblich).

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